Amazon.de: 500GB Buffalo LS-LGL NAS-Festplatte für nur 53,80 Euro

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Bastelfreunde aufgepasst…

*UPDATE* Auf mehrfachen Wunsch habe ich unten mal die Anleitung hinzugefügt, wie ich auf der Linkstation einen Proftp-Server installiert habe. *UPDATE ENDE*

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Amazon.de bietet aktuell das  mit Abstand günstigste 500GB NAS mit Gigabit Netzwerkanschluss an – die Buffalo Linkstation Lite 500GB für schlappe 53,80 Euro.

Im Preisvergleich ist das Gerät sonst erst ab 58,41 Euro zu bekommen, eine Erparnis von immerhin fast 5,- Euro.

Ein vollwertiges Nas für schlappe 54,- Euro? Zu schön um wahr zu sein – wirft man einen Blick auf die Rezensionen bei Amazon (durchschnittlich 3 Sterne) wird schnell klar wo der Hund begraben liegt.

Die Linkstation Lite hat ab Werk weder ein Webinterface (nach Firmwareupdate in rudimentärer form vorhanden), noch bietet sie die Möglichkeit mehere Benutzer oder Freigaben anzulegen. Man hat eine SMB-Freigabe namens „Share“, die man entweder mit einem Passwort schützen kann, oder auch nicht – fertig!

Da ich übergangsweise einfach eine günstige Netzwerkplatte brauchte, hab ich mir die Linkstation Lite mal geordert und näher angesehen. Mit dem Ergebnis, dass man dem kleinen Teil mit ein paar einfachen Handgriffen erheblich auf die Sprünge helfen kann.

Für Alle die wissen möchten wie man dem Buffalo Low-Cost-NAS zu einer halbwegs brauchbaren Benutzer- und Freigabenverwaltung verhilft, gehts unterm Strich mit einer detaillierten Anleitung weiter.

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Um die Buffalo Linkstation Lite 500GB ein wenig aufzubohren, gehen wir wie folgt vor:

  1. Nach dem Auspacken und Anschließen installieren wir erstmal gemäß Handbuch die Software „NAS Navigator“ von CD und richten unser NAS (soweit möglich) ein. Dann laden wir uns die aktuelle Firmware beim Hersteller runter – entpacken – Executable ausführen – warten – fertig.
  2. Wie wir sehen, sehen wir zwar mehr als nix, aber zumindest wenig. Um ans Eingemachte der Linkstation zu kommen (Hier werkelt ein Embedded-Linux) , benötigen wir SSH oder zumindest Telnet Zugang zu der Box.
  3. Buffalo hat diesen ab Werk deaktiviert, so dass wir uns mit einen kleinen Java-Tool Zugang verschaffen müssen. Nachdem wir die .jar-Datei auf unserem Rechner gespeichert haben, schalten wir evtl. vorhandene Firewalls ab und rufen die Datei per Kommandozeile auf:
  4. Die IP und den Pfad zur Datei solltet Ihr ggf. entsprechend anpassen. Die IP könnt Ihr dem NAS-Navigator entnehmen. Sofern der Befehl mit einem anschließenden „Passwort changed“ quittiert wird, könnt Ihr euch anschließend mit dem Befehlt „telnet xxx.xxx.xxx.xxx“ (x ersetzen durch die IP Eurer Box), Benutzername „root“ ohne Passwort anmelden:
  5. Nun gehts an die Konfiguration. Um sicherzustellen, dass unsere Änderungen in der Samba-Konfiguration nicht bei jeden Reboot verloren gehen, kommentieren wir die Funktion „configure()“ in der Datei „etc/init.d/smb.sh“ aus. Als Editor bringt die Linkstation „vi“ mit, der den Linuxern unter Euch sicher bekannt ist, Windowsuser aber immer wieder zur Verzweiflung bringt. Deshalb hier kurz in ein paar Hinweise:- die Datei mit „vi /etc/init.d/smb.sh“ aufrufen
    – mit „i“ ein den Eingabemodus wechseln und Änderungen vornehmen
    – mit „ESC“ wieder aus dem Eingabemodus raus
    – mit „:wq!“ speichern und beenden
  6. Jetzt können wir Anfangen die Freigaben und Benutzer anzulegen – Für eine Freigabe benötigen wir zuerst ein Verzeichnis.
    Der vorhandende „Share“ liegt unter „/mnt/disk1/share“, also können wir mit „mkdir /mnt/disk1/meinverzeichnisname“ weitere Verzeichnisse anlegen.
    Anschließend gewähren wir allen Usern Vollzugriff durch „chmod 777 /mnt/disk1/meinverzeichnisname“.
  7. Nun müssen wir dieses Verzeichnig noch in der Datei „/etc/samba/smb.conf“ eintragen.  Also die Datei wieder mit „vi /etc/samba/smb.conf“ öffnen, mit „i“ in den Eingabemodus wechseln und den unten gezeigten Bereich einfach nochmal kopieren mit dem Namen Eures neuen shares  (Pfad natürlich anpassen).
    Wie man sieht habe ich im Beispiel auch gleich den Trash-Folder weggelassen und das Verzeichnis nur für die User „tobi“ und „snipz“ freigeben.
  8. Nun müssen wir nur noch unsere Benutzer hinzufügen, dazu gehen wir wie folgt vor:- Über „adduser meinusername“ legen wir den user „meinusername“ an und legen ein Passwort fest.
    – Über „smbpasswd -a meinusername“ fügen wir den Benutzer dann der Samba-Benutzerliste hinzu.
    – Anschließend starten wir Samba durch „/etc/init.d/smb.sh restart“ neu und prüfen ob alles funktioniert.
  9. Als Letztes sollten wir noch den Telnet Zugang mit einem Passwort sichern, dazu einfach „passwd“ eingeben und den Anweisungen folgen.

Wie installiere ich auf meiner Linkstation Lite einen FTP Server?

  1. Ladet euch HIER den Proftp-Server für ARM-CPU’s runter und entpackt das Archiv in ein Verzeichnis auf der Linkstation.
  2. Kopiert die Datei proftpd in das Verzeichnis /usr/sbin. (Bei einer Linkstation ohne zusätzliche Verzeichnisse sollte das per Telnet über „cp /mnt/disk1/share/proftpd /usr/sbin“ funktionieren.
  3. Ladet euch jetzt HIER das Proftp-Startscript herunter und speichert die proftpd.sh unter /etc/init.d/proftpd.sh
  4. Jetzt müssen wir noch zwei Verzeichnisse anlegen mit den folgenden Befehlen per Telnet:  „mkdir /etc/proftpd“ und „mkdir /var/proftpd
  5. Damit der FTP-Server funktioniert, brauchen wir jetzt nur noch die Konfigurationsdatei „/etc/proftpd/proftpd.conf“. Hier findet man im Netz reichlich Informationen zur Konfiguration, alternativ nehmt Ihr einfach unsere Beispielkonfiguration.
  6. Jetzt können wir den FTP Server starten mit dem Befehl „/etc/init.d/proftpd start„.

Wenn alles funktioniert hat, können wir nun mit einem bestehenden Benutzernamen und Passwort auf die Linkstation per FTP zugreifen.

Ich bin Tobi, eines der Gesichter hinter Snipz.de. Zusammen mit Alex habe ich diese Seite im Januar 2009 gestartet und bin besonders in den Bereichen Technik, Computer und Gadgets immer auf Schnäppchensuche.
Wenn ich mal nicht für Snipz.de aktiv bin, gehe ich meinem Job als Informatiker nach oder verbringe die Zeit mit meiner Frau und unseren zwei Kindern.

11 Comments
  1. Reply
    Moe S. 13. November 2009 um 18:20 Uhr at 18:20

    öhm, schon ausverkauft? ich seh nur noch das angebot von olando…

  2. Reply
    Tobias 13. November 2009 um 18:22 Uhr at 18:22

    Ou eben wars noch auf Lager…Naja kostet im Preisvergleich glücklicherweise nicht wesentlich mehr :-)

  3. Reply
    Tobias 14. November 2009 um 00:02 Uhr at 00:02

    Falls es jemand interessiert, ich hab auch nen Proftp auf der Kiste zum laufen bekommen – Auf Wunsch kann ich das HowTo gern erweitern….imho ~50 sehr gut investierte Euros, wenn man bereit ist bissl zu frickeln!!!

  4. Reply
    Lukas 14. November 2009 um 00:14 Uhr at 00:14

    Erstmal danke für die tolle Anleitung, aber die ermöglicht doch erstmal nur den SSH/Telnet-Zugriff auf die Verzeichnisse, oder?
    Das ist jetzt vielleicht eine ziemlich dumme Frage, aber was mir vorschwebt, ist eine Festplatte mit Netzwerkanschluss, die ich an den Router klemme und die ich in allen Rechnern im Netzwerk als Netzlaufwerk einbinden kann und von dort Musik abspielen/verteilen kann, also im Grunde weder ein besonderes Streaming-System noch sonst was, sondern einfach eine Festplatte als Netzlaufwerk im Explorer von allen im Netzwerk befindlichen PCs.
    So, jetzt zur richtigen Frage;)
    Ist das mit dieser Festplatte überhaupt möglich?

    • Reply
      Tobias 14. November 2009 um 00:43 Uhr at 00:43

      Hi Lukas, die Linkstation kann im Prinzip das was du suchst schon ab Werk, aber eben NUR das und auch nur sehr eingeschränkt. Nach dem einschalten kann man per Windows-Explorer (oder auch von nem Linux) auf das Nas zugreifen – aber die Linkstation hat nur eine einzige Freigabe hat die man entweder ohne Passwort oder mit betreiben kann- das wars.

      Die Anleitung erklärt wie man zusätzlich Freigaben erstellt und diese nur für einzelne oder mehrere Benutzer freigeben kann. Zusätzlich kann man noch einen FTP-Server installieren um zum Beispiel von aussen auf das NAS zugreifen zu können. Ist auch kein Hexenwerk – werd evtl. am Wochenende die nötigen Pakete mal hochladen und ne anleitung schreiben.

      Gruß Tobi

  5. Reply
    minipuker 14. November 2009 um 04:51 Uhr at 04:51

    Ist es eigentlich möglich mit solcher Festplatte auch Webhost zu gestalten ?! Also man bucht zwar die domain bei irgendeinem provider und der bringt mich dann auf die Daten, die auf der Festplatte sind… ?!ist es möglich ?

  6. Reply
    tobi 14. November 2009 um 09:15 Uhr at 09:15

    Hi Minipuker,
    mogliche is es natürlich – allerdings bezweifle ich, dass man großen Spass dran haben wird. In dem Ding werkelt eine 300 MHz ARM CPu. Die aktuelle Firmware bringt zwar einen Apache Webserver mit, den man dafür vergewaltigen könnte, allerdings wird man wohl probleme haben, PHP, SQL usw. in vertretbarer Geschwindigkeit zum laufen zu bekommen.

    Für einen Webserver daheim würde sich eher ein kräftigeres Gerät wie z.B. ein QNAP TS-110 oder vielleicht auch einfach ein sparsamer PC anbieten.
    Ich persönlich sehe grundsätzlich auch ohnehin wenig sinn darin. Seiten zu Hause zu hosten – soll die Seite 24/7 erreichbar sein, liegen die Kosten eigentlich immer über denen eines günstigen Hosters und selbst wenn man spezielle Anwendungen benötigt, sind kleine Vserver für wenige Euros im Monat zu bekommen.

    Gruß Tobi

  7. Reply
    minipuker 14. November 2009 um 11:44 Uhr at 11:44

    Danke für die ausführliche Antwort !
    Könntest du mir vielleicht einen stabilen und günstigen Hoster empfehlen :) ?!

  8. Reply
    Tobias 14. November 2009 um 14:17 Uhr at 14:17

    Ist denke ich stark davon abhängig, was du genau machen willst. Grundsätzlich kann man http://www.webhostlist.de für den Vergleich der Angebote empfehlen. Pauschal kann man hier schlecht eine Empfehlung aussprechen ohne zu wissen was genau benötigt wird.

  9. Reply
    Homer 19. Januar 2010 um 16:08 Uhr at 16:08

    Hallo Tobi,

    Eine tolle Anleitung, Danke!
    ich wollte fragen, ob es auch mit buffalo 2Share HD-Celu2 geht. Ich habe auch nur den Share Ordner.
    (Wenn es geht: ich hätte gerne auch Deine Anleitung zur FTP-Einrichtung gehabt..)
    Ich habe diese FP gekauft, weil sie usb und Lan hat. Wollte die an einen HD-Receiver anschliessen und bequem die Aufnahmen über LAN kopieren. (eine 300 GB FAT32-partition für den Rec/ der Rest bleibt frei)Leider geht das gar nicht, da 1. der Receiver im root-verz seine Dateien ablegt, quasi parallel zum Share-Ordner. 2. Buffalo-Soft 2 share ordner erstellt und somit ein Teil verschwindet. Dies führt zu inkonsistenzen, sodass die Fp neuformatiert werden muss..
    Hast Du vielleicht eine Idee, wie ich dem Receiver das root-verzeichnis einer partition reservieren kann, und gleichzeitig über lan darauf zugreifen kann..

    Vielen Dank

  10. Reply
    Michael 24. Februar 2010 um 16:44 Uhr at 16:44

    Hallo Tobi,

    vielen Dank für deine super Anleitung!

    Wäre es wohl möglich, dass du dein how-to zur FTP-Server Installation auch noch veröffentlichst? Das wäre echt super!!

    greetz
    Michael

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